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der Deal der Woche unterstreicht die Konsolidierung im europäischen Einzelhandel: Der südafrikanische Modehändler Mr Price übernimmt NKD für ca. €500 Mio.
Gleichzeitig zeigt sich die konjunkturelle Kehrseite des österreichischen Marktes in Form hoher Unternehmensinsolvenzen, niedriger durchschnittlicher Passiva je Insolvenz und einer anhaltenden Marktbereinigung.
Darüber hinaus gab es weitere relevante Entwicklungen:
- Die Mediengruppe Bayern übernimmt die Mediengruppe Oberfranken und baut ihre regionale Präsenz und Reichweite im Zeitungsmarkt aus.
- Das Wiener Unternehmen fiskaly übernimmt den schwedischen Spezialisten InfraSec und stärkt damit seine internationale Wachstumsstrategie.
- Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hält eine Übernahme durch Unicredit für wenig sinnvoll, da es Bewertungsfragen, Synergierisiken und einen starken Aktienkurs gibt.
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit bei Ihrem nächsten M&A-Deal haben, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme über LinkedIn.
Vielen Dank fürs Lesen.

Deal Tracker
Deal der Woche
Mr Price steigt bei NKD ein und übernimmt die Modekette vollständig
Der südafrikanische Modehändler Mr Price Group übernimmt die deutsche Modekette NKD vom Finanzinvestor TDR Capital für rund €500 Mio. und steigt damit erstmals großvolumig in den europäischen Textileinzelhandel ein.
Mit der Transaktion sichert sich Mr Price den Zugang zu einem etablierten Discount-Netzwerk in Deutschland und Europa, während TDR Capital nach fünf Jahren einen vollständigen Exit realisiert. NKD hatte unter Private-Equity-Eigentümerschaft insbesondere seine Omnichannel-Strategie, Data-Science-Kompetenzen und das digitale Ökosystem ausgebaut.Der Deal unterstreicht das anhaltende Interesse internationaler strategischer Käufer an europäischen Konsumgütermarken – trotz verhaltener Konsumstimmung – und markiert einen der größten Cross-Border-Retail-Deals des Jahres.
Volatilität trifft auf erstaunlich robuste Kreditmärkte
Die BIS Quarterly Review (Dezember 2025) beschreibt ein Marktumfeld, in dem der anhaltende Risk-on-Modus zunehmend durch Volatilität, geopolitische Spannungen und Bewertungsbedenken herausgefordert wird. Trotz wachsender Unsicherheit rund um Konjunktur, Handelspolitik und stark gestiegene Aktienbewertungen blieben Risikoassets insgesamt auf historisch hohem Niveau. Besonders der KI getriebene Tech Boom trug zur Resilienz bei, auch wenn gegen Periodenende erste Korrekturbewegungen sichtbar wurden.
Wie die folgenden Grafiken der BIS Studie zeigen, blieben die Kreditmärkte in den USA und Europa von der Aktienvolatilität und den prominenten Unternehmensinsolvenzen weitgehend unbeeindruckt. Die Investment Grade Spreads verharrten deutlich unter den historischen Durchschnittswerten, während die erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten sogar sanken, sowohl in den USA als auch in Europa. Die Diagramme unterstreichen diese Diskrepanz deutlich: Aktien schwanken, Kredite bleiben ruhig.

Ganz ohne Spannungen blieb das Bild jedoch nicht. In High Yield, Leveraged Loans und Teilen des Private Credit Marktes kam es nach einzelnen Insolvenzen zu kurzfristigen Spread Ausweitungen und einer Abkühlung der Neuemissionen. Laut BIS blieben diese Effekte bislang isoliert und temporär, sie markieren jedoch eine wachsende Selektivität der Investoren in einem Umfeld, in dem Volatilität zunehmend als strukturelles Merkmal wahrgenommen wird.
Souveräne Staatsfonds zeichnen die globale Kapitalordnung neu
Die globalen Kapitalmärkte werden zunehmend von einer neuen Investorengruppe geprägt. Staatsfonds und Pensionsfonds bündeln immer größere Vermögen, agieren langfristig und gewinnen spürbar an Einfluss auf Unternehmensstrategien, M&A-Aktivitäten und Kapitalallokation. Besonders Europa rückt dabei stärker ins Zentrum der globalen Investmentlandschaft.
Die Grafik auf Basis der Thinking Ahead Institute Studie zeigt diese Verschiebung deutlich. Mit US$ 1,7 Billionen verwaltetem Vermögen ist Norges Bank Investment Management erstmals der größte Asset Owner der Welt und überholt den japanischen Government Pension Investment Fund. Insgesamt verwalten die 100 größten Asset Owner zusammen US$ 29,3 Billionen, ein Plus von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Entscheidend ist das unterschiedliche Wachstumstempo. Staatsfonds legten um 16,7 Prozent zu, während Pensionsfonds nur um 6,5 Prozent wuchsen und erstmals weniger als die Hälfte des Gesamtvermögens der AO100 halten. Für Unternehmen und Finanzinvestoren bedeutet das: langfristig orientiertes, geopolitisch geprägtes Kapital gewinnt weiter an Bedeutung.
Globale Pensionsfonds erreichen Rekordgröße bei nachlassendem Wachstum
Die globale Pensionsfondsbranche hat eine neue Größendimension erreicht und unterstreicht damit ihre wachsende Bedeutung für die internationalen Kapitalmärkte. Laut der Studie Global Top 300 Pension Funds des Thinking Ahead Institute stiegen die verwalteten Vermögen auf einen Rekordwert von US$ 24,4 Billionen und schlossen damit eine dreijährige Erholungsphase nach dem Einbruch ab 2021 ab, auch wenn sich das Vermögenswachstum 2024 auf 7,8 Prozent verlangsamte.
Gleichzeitig bleibt die Kapitalkonzentration auffällig hoch. Die Top-20-Pensionsfonds kontrollieren mehr als 42 Prozent des Gesamtvermögens, mit einem klaren Schwerpunkt auf Aktien (53,2 Prozent), gefolgt von Anleihen (28,8 Prozent) sowie Alternativen und Cash (18 Prozent). Dies verdeutlicht die anhaltende Renditeorientierung der größten Investoren trotz erhöhter Marktvolatilität.Auch geografisch zeigt sich eine ungleiche Verteilung der Investmentmacht. Wie die Grafik aus der Studie des Thinking Ahead Institute zeigt, entfallen 47,2 Prozent der Vermögen auf Nordamerika, deutlich vor Asien-Pazifik mit 25,5 Prozent und Europa mit 23,7 Prozent. Diese Dominanz erklärt, warum Governance, KI-Adoption und professionelles Risikomanagement zu zentralen Prioritäten der weltweit größten Pensionsfonds geworden sind.

Unternehmensinsolvenzen bleiben hoch, Risiken verschieben sich
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich ist im Jahr 2025 erneut gestiegen und verharrt auf einem historisch hohen Niveau. Laut Hochrechnung des Kreditschutzverbands mussten im Jahr 2025 insgesamt 6.857 Unternehmen Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und rechnerisch rund 19 Insolvenzen pro Tag. Besonders auffällig ist der Anstieg der nicht eröffneten Verfahren mangels kostendeckenden Vermögens, die inzwischen 38 Prozent aller Fälle ausmachen.
Gleichzeitig hat sich das Risikoprofil der Insolvenzen verschoben. Die geschätzten Passiva sanken deutlich um 55,8 Prozent auf rund €8,4 Mrd., da es 2025 deutlich weniger Mega-Pleiten mit Passiva über €200 Mio. gab, auch wenn einzelne Fälle wie SIGNA Prime Capital Invest weiterhin herausragen. Zudem ist die Zahl der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 27,7 Prozent gesunken, während die Zahl der Gläubiger um 8,2 Prozent gestiegen ist, was auf eine breitere Streuung der Schäden hindeutet.

Strukturell bleiben Handel, Bau sowie Gastronomie und Beherbergung die wichtigsten Insolvenztreiber, verstärkt durch hohe Kosten, schwache Nachfrage und ausgelaufene Förderungen. Der KSV1870 rechnet auch für 2026 mit einem ähnlich hohen Insolvenzaufkommen, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht spürbar verbessern. Für Investoren und Kreditgeber rücken damit Bonitätsprüfung, Früherkennung und aktives Risikomanagement noch stärker in den Fokus.
Marktgerüchte
- Commerzbank Chefin Bettina Orlopp hält eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit derzeit für wenig sinnvoll und verweist auf Bewertung, Synergierisiken und den stark gestiegenen Aktienkurs. Sie deutet zudem an, dass Unicredit einen geordneten Rückzug aus dem Engagement erwägen könnte.
- Rund um die Beratungsgesellschaft Rödl & Partner kursieren anhaltende Gerüchte über einen möglichen Einstieg eines Private Equity Investors, trotz mehrfacher Dementis. Die Debatte zeigt, wie stark sich der Markt für Beteiligungen an Professional Services Firmen weiter zuspitzt.
- Der aktivistische Investor Ananym Capital fordert von Siemens Energy eine strategische Überprüfung und drängt auf eine Abspaltung der verlustreichen Windkrafttochter Siemens Gamesa. Der Investor sieht darin erhebliches Kurspotenzial, während der Konzern eine integrierte Wertschöpfung betont.
M&A-Nachrichten
- Senstar Technologies plant die Übernahme des Münchner Lidar-Spezialisten Blickfeld und hat dazu eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Blickfeld soll als eigenständige Tochter weitergeführt werden und Synergien in den Bereichen Sicherheit, Industrie und Verkehr ermöglichen.
- Thyssenkrupp erwägt ein Angebot von Jindal Steel International für Thyssenkrupp Steel Europe und hat die Gespräche über eine Zusammenarbeit mit der EP Group beendet.
- Die Peter Möhrle Holding plant, ihren Anteil am Nutzfahrzeugzulieferer Jost Werke weiter zu reduzieren und bis zu 10,1 Prozent des Grundkapitals im Rahmen eines beschleunigten Auktionsverfahrens zu verkaufen. Bereits im September hatte der Großaktionär ein vergleichbares Aktienpaket veräußert.
- Delivery Hero prüft nach anhaltender Kursschwäche weitere Verkäufe von Unternehmensteilen sowie strategische Partnerschaften und Kapitalmarkttransaktionen für Ländergesellschaften. Der Konzern arbeitet dazu mit Beratern an einer strategischen Überprüfung, die Aktie legte nachbörslich zu.
- Das Tiroler Mobility Startup ummadum hat Konkurs angemeldet, nachdem es zuvor mit seiner App für klimafreundliche Mobilität und Kooperationen mit deutschen Bundesligavereinen Aufmerksamkeit erlangt hatte. Weitere Details zu Schulden oder einer möglichen Sanierung sind bislang nicht bekannt.
- Das niederösterreichische Startup Wohnwagon hat ein Sanierungsverfahren beantragt und weist Verbindlichkeiten von rund €5,7 Mio auf. Grund sind ein starker Auftragsrückgang im Jahr 2025 sowie Belastungen aus der Baukrise, trotz eines Investments durch Epoona und Raiffeisen Ende 2024.
- Laut KSV1870 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich 2025 um 4,1 Prozent auf 6.857 Fälle gestiegen. Für 2026 rechnet der Verband trotz moderatem Wirtschaftswachstum mit keinem Rückgang und warnt vor strukturell erhöhten Ausfallrisiken.
- Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen die Neobank N26 verhängt, darunter die Bestellung eines Sonderbeauftragten, zusätzliche Eigenmittelanforderungen und Geschäftsbeschränkungen. Grund sind erhebliche Mängel in der Geschäftsorganisation, insbesondere im Risiko- und Kreditmanagement.
- Die US Wettbewerbsbehörde FTC hat Klage eingereicht, um Henkels geplante Übernahme des Bauklebstoff Herstellers Liquid Nails für rund €618 Mio zu verhindern. Der Düsseldorfer Konzern sieht sich damit einem langwierigen kartellrechtlichen Verfahren in den USA gegenüber.
- Nach dem Closing der €14 Mrd Übernahme von Covestro betont Adnoc Chemiechef Rainer Seele, dass die Zukunft des Kunststoffherstellers in Deutschland liege. Der neue Eigentümer positioniert den Deal als strategischen Ausbau der Chemiesparte und wendet sich gegen Standort und Job Gerüchte.
Personalien
- Vonovia beruft die bisherige Chefin von RWE Renewables, Katja Wünschel, ab Juni 2026 zur neuen Vorständin für Neubau und Projektentwicklung. Sie folgt auf Daniel Riedl, der den Konzern im Frühjahr 2026 verlässt.
- Der scheidende Vonovia CEO Rolf Buch wechselt nach seinem Ausscheiden Ende des Jahres als Executive Advisor zum Finanzinvestor KKR. In der neuen Rolle soll er die Investmentteams bei Private Equity, Infrastruktur und Real Estate unterstützen und den Ausbau der DACH Präsenz begleiten.
- Der Fräsmaschinenhersteller Hermle hat Jürgen Oswald zum neuen CFO berufen. Er übernimmt das Finanzressort zum 1. November 2026 von Günther Beck, der nach 30 Jahren im Unternehmen altersbedingt aus dem Vorstand ausscheidet.
- Cantourage hat Monique Jaqqam zur neuen Finanzchefin berufen. Sie übernimmt zum Jahreswechsel die Verantwortung für Finance, HR, Legal und IT und ist zunächst für fünf Jahre bestellt.
- Das Kärntner Gründerzentrum build! hat mit Martin Trink einen neuen Geschäftsführer berufen. Der frühere Head of Startup Burgenland soll den Standort strategisch weiterentwickeln und Kärnten stärker als Startup Hub positionieren.
- Der HR Software Anbieter Personio hat Thomas Seifert, derzeit CFO von Cloudflare, in seinen Aufsichtsrat berufen. Seifert übernimmt zudem den Vorsitz des Prüfungsausschusses und bringt umfangreiche IPO und Kapitalmarkterfahrung ein.
- Die Sprecherin der Geschäftsführung von PwC Deutschland, Petra Justenhoven, wird bei der Partnerwahl 2026 nicht erneut kandidieren. Damit steht im Sommer 2026 ein Führungswechsel an der Spitze der deutschen PwC Einheit an.
- Die US Kanzlei Latham & Watkins verstärkt ihr deutsches Private Equity und M&A Team und gewinnt gleich vier prominente Partner vom Wettbewerber Freshfields. Der Schritt markiert einen strategischen Ausbau nach einer Phase zahlreicher Abgänge bei Latham.
- Bei der Neobank N26 tritt Co Founder Maximilian Tayenthal als CEO zurück. Der Aufsichtsrat beruft den bisherigen UBS Manager Mike Dargan zum neuen Vorstandschef, der seine Rolle im April 2026 nach BaFin Genehmigung antreten soll.
- Das Messtechnikunternehmen Inficon regelt die CFO Nachfolge frühzeitig: Dimitrij Lisak übernimmt zum 1. Juli 2026 das Finanzressort von Langzeit CFO Matthias Tröndle, der nach 18 Jahren in den Ruhestand geht. Tröndle begleitet den Übergang bis zum Amtsantritt.
- Michael Paul wird zum 1. Januar 2026 neuer CFO von Weber Schraubautomaten und steigt damit in die Geschäftsführung auf. Das Unternehmen bildet künftig eine Doppelspitze mit Interim CEO Felix Kleinert.
- Der Maschinenbauer Krauss Maffei hat mit Michael Hofmann einen neuen Finanzchef berufen und den CFO Posten damit erstmals wieder langfristig besetzt. Der Führungswechsel soll Stabilität in die Finanzsteuerung des Münchener Unternehmens bringen.
Gehälter & Boni
- Im Rahmen der KV Verhandlungen wurde für Zehntausende Beschäftigte eine Gehaltserhöhung von bis zu €150 monatlich sowie zusätzliche Prämien und Einmalzahlungen von bis zu €700 beschlossen. Die neuen Regelungen gelten ab Ende 2025 bzw. im Laufe des Jahres 2026 und betreffen unter anderem die Telekom Branche.
- Eine FINANCE Analyse zeigt deutliche Unterschiede bei den Abschlussprüferhonoraren börsennotierter Private Equity Häuser. Die Höhe der Fees hängt unter anderem von Größe, Komplexität und Struktur der Gesellschaften sowie von der jeweiligen Prüferbeziehung ab.
- Die Gehälter in der europäischen Private Equity Branche sind 2025 erneut gestiegen, vor allem durch höhere Boni und variable Vergütungsbestandteile, wie eine Studie von Heidrick & Struggles zeigt. Grundgehälter legten moderater zu, während Unterschiede nach Fondsgröße, Seniorität und Strategie weiter zunahmen.
Kapitalrunden
- Das Spezialchemieunternehmen Altana hat von der Europäischen Investitionsbank einen Kredit über €300 Mio erhalten, aufgeteilt in zwei Tranchen bis 2026. Mit den Mitteln will der Konzern nachhaltige Forschungs und Entwicklungsprojekte finanzieren, unter anderem zur Reduktion von Emissionen und zur Entwicklung umweltfreundlicherer Produkte.
- Enpal hat erstmals Kredite für Wärmepumpen und Solaranlagen in einer Verbriefung gebündelt und ein Forderungsportfolio von rund €300 Mio am Kapitalmarkt platziert. Die Transaktion gilt als weltweit erste öffentliche Verbriefung von Wärmepumpenkrediten und erfüllt die ICMA Green Bond Principles.
- Die Instone Real Estate Group hat eine neue Konsortialfinanzierung über €47,5 Mio mit dreijähriger Laufzeit abgeschlossen, inklusive Verlängerungsoptionen und einer möglichen Aufstockung auf bis zu €60 Mio. Die Mittel sollen für weiteres Wachstum sowie den gezielten Erwerb von Grundstücken eingesetzt werden.
- Die Volkswagen Bank hat drei grüne Anleihe Tranchen mit einem Gesamtvolumen von €2,5 Mrd am Kapitalmarkt platziert. Die hohe Nachfrage spiegelte sich in Orderbüchern von insgesamt €9,1 Mrd wider und unterstreicht das starke Investoreninteresse an nachhaltigen Finanzierungsinstrumenten.
- Das Wiener LegalTech incaseof.law hat eine sechsstellige Finanzierungsrunde mit bestehenden Gesellschaftern und neuen Partnern abgeschlossen. Mit dem Kapital will das Startup eine digitale End-to-End-Plattform für Inkasso und Forderungsdurchsetzung launchen und die Expansion im DACH Raum vorantreiben.
- Die Funke Mediengruppe hat erstmals ein Schuldscheindarlehen über €100 Mio am Markt platziert. Mit den Mitteln will das Medienhaus weiteres Wachstum finanzieren, sowohl durch Akquisitionen als auch durch die digitale Transformation des bestehenden Geschäfts.
Börsengänge
- Experten erwarten für 2026 wieder mehr Börsengänge in Deutschland und Europa, da sich ein signifikanter IPO-Rückstau aufgebaut hat. EY zeigt sich vorsichtig optimistisch, nachdem geopolitische Risiken und US-Zollpolitik die IPO-Aktivität 2025 gebremst hatten.
- SpaceX plant Insidern zufolge einen Börsengang im kommenden Jahr und will dabei mehr als 30 Mrd. US-Dollar einnehmen, bei einer angestrebten Bewertung von rund 1,5 Bio. US-Dollar. Der IPO soll Mitte bis Ende des Jahres stattfinden, abhängig von den Marktbedingungen.
Jens Hohnwald