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der Deal der Woche zeigt einen strategischen Schritt in der europäischen Logistiklandschaft: Die Österreichische Post übernimmt 70 Prozent von euShipments und stärkt damit ihre Position in Süd- und Südosteuropa. Die Transaktion hat einen Wert von rund 55 Millionen Euro..
Zudem könnte im Sportartikelmarkt eine Übernahme von Puma durch mehrere asiatische Hersteller anstehen, wie Bloomberg berichtet. Bereits bestehende Beratungsmandate für potenzielle Käufer verstärken die Marktbewegungen und Kursanstiege der Puma-Aktie.
Darüber hinaus gab es weitere relevante Entwicklungen:
- Die Tiroler Pletzer Gruppe übernimmt Juratherm, einen spezialisierten Anbieter für Speichertechnik aus Bayreuth, im Rahmen einer Nachfolgelösung.
- IBA Dosimetry akquiriert Phantom X, einen auf KI-gestützte Qualitätssicherung und realistische Phantommodelle spezialisierten MedTech-Entwickler.
- Reallöhne steigen stark, was die Binnennachfrage und Konsumtendenzen im deutschen Markt beeinflussen dürfte.
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit bei Ihrem nächsten M&A-Deal haben, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme über LinkedIn.
Vielen Dank fürs Lesen.

Deal tracker
Deal der Woche
Österreichische Post kauft Mehrheit an euShipments und baut Marktposition aus
Die Österreichische Post erwirbt für rund 55 Mio. € 70 % des bulgarischen E-Commerce-Scaleups euShipments.com und sichert sich damit einen zentralen Baustein für die weitere Expansion in Ost- und Südosteuropa, einer der dynamischsten Logistikregionen Europas. Optionen auf die restlichen 30 % wurden vereinbart; das Closing ist für Q1 2026 geplant, vorbehaltlich regulatorischer Freigaben.
Mit euShipments – einem schnell wachsenden Fulfillment- und Cross-Border-Zustellanbieter mit 350 Mitarbeitenden, 1.300 Unternehmenskunden und erwarteten 50 Mio. € Umsatz – stärkt die Post ihre Position entlang der gesamten E-Commerce-Wertschöpfungskette.Die Übernahme unterstreicht die zunehmende Konsolidierung im europäischen Logistikmarkt und zeigt, wie sich etablierte Player durch strategische Zukäufe neue Wachstumspfade erschließen.
Unternehmen verstärken ihren Einsatz im Wettbewerb um Fachkräfte
Der Arbeitsmarkt hat sich spürbar zu einem Bewerbermarkt entwickelt, in dem Unternehmen deutlich aktiver um Talente werben müssen. Viele Betriebe berichten, dass Anforderungen an Arbeitgeberattraktivität, Flexibilität und Entwicklungsmöglichkeiten stark gestiegen sind. Damit wird Fachkräftesicherung zunehmend zu einer strategischen Kernaufgabe.
Die folgende Grafik aus der KOFA-Studie zeigt, wie stark Unternehmen ihren Aufwand erhöhen, um Beschäftigte zu finden und zu binden: Insgesamt 75,5 % der Betriebe bestätigen eine Intensivierung ihrer Maßnahmen. Besonders ausgeprägt ist der Anstieg bei Organisationen, die mittlere oder große Recruiting-Schwierigkeiten haben – hier reagieren bis zu 91,6 %.

Für kleine und mittlere Unternehmen wird der Druck besonders sichtbar, weil ihnen im Vergleich zu Großunternehmen häufig Ressourcen fehlen. Während die Maßnahmen in Konzernen fast flächendeckend verstärkt werden, zeigt sich bei KMU ein deutlich heterogeneres Bild. Diese Ungleichheit verschärft den Wettbewerb und zwingt viele Betriebe zu mehr Professionalität im Recruiting und stärkerer Mitarbeiterbindung.
Reallöhne steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr
Deutschlands Beschäftigte verzeichnen erstmals seit langer Zeit wieder einen deutlichen Kaufkraftgewinn. Die Reallöhne stiegen im dritten Quartal um 2,7 Prozent – der stärkste Anstieg des Jahres und bereits das zehnte positive Quartal in Folge. Trotz anhaltender Wirtschaftsabschwächung zeigt sich damit ein stabiler innenwirtschaftlicher Impuls.
Statista hat in der folgenden Grafik die sich seit Anfang 2025 deutlich positiv entwickelnde Lücke zwischen nominalem und realem Lohnwachstum dargestellt. Während die Nominallöhne um rund 3 bis 5 Prozent steigen, bleiben die Preissteigerungen moderat, sodass die Realeinkommen spürbar steigen. Besonders stark war dieser Effekt im Sommer, als die Reallöhne im Juni und September deutlich im Plus lagen.

Ökonomen sprechen von einer wichtigen Erholung nach sechs Jahren realer Stagnation, wie das Handelsblatt berichtet. Zwar werden damit vor allem die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre ausgeglichen, doch die Entwicklung stärkt Binnennachfrage, Konsum und konjunkturelle Stabilität. Für viele Branchen – etwa Bildung oder Versicherungen – entstehen zusätzliche Spielräume für Investitionen und Personalgewinnung.
Kärntens Industrie zeigt Widerstandskraft und klare Führungsstrukturen
Kärnten behauptet sich 2025 als industrieller Kernstandort Österreichs – trotz rückläufiger Konjunktur und globaler Unsicherheiten. Laut Industrie Magazin erwirtschafteten die 14 größten Industrieunternehmen des Bundeslands rund 12,3 Milliarden Euro Umsatz, getragen von einem Mix aus Halbleitertechnologie, Energieversorgung, Werkstoffen und Maschinenbau. Besonders sichtbar wird die Rolle von Hidden Champions und technologieintensiven Betrieben, die das industrielle Profil Kärntens prägen.
Die klare Umsatzhierarchie in Kärntens Industrie wird durch den folgenden Graphen aufgezeigt. Mit 4,76 Milliarden Euro bleibt Infineon Austria unangefochtener Leitbetrieb, gefolgt von der KELAG mit 1,98 Milliarden Euro und der WIG Wietersdorfer Holding mit 1,1 Milliarden Euro. Die deutlichen Abstände verdeutlichen die starke Prägung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch einzelne Ankerunternehmen und deren Investitionsimpulse.

Für den Industriestandort bedeutet dies sowohl Stabilität als auch Abhängigkeit von wenigen Schwergewichten. Während Unternehmen wie Imerys Villach zweistellig wachsen, kämpfen andere – etwa Kostwein Maschinenbau – mit dem globalen Maschinenbauabschwung. Kärnten bleibt damit ein Standort, dessen Zukunft durch Innovationskraft, Exportorientierung und die Fähigkeit zur Finanzierung großer Industrieprojekte bestimmt wird.
Kleine Banken tragen den Großteil der Unternehmensfinanzierung, stoßen aber an Kapazitätsgrenzen
Die Transformationsfinanzierung in Deutschland stützt sich stark auf das Hausbankprinzip, da KMU in der Regel keinen direkten Zugang zum Kapitalmarkt haben. Eine aktuelle Studie von Fin.Connect.NRW zeigt jedoch, dass viele kleine Institute über begrenztes Eigenkapital verfügen und somit nur eingeschränkt in der Lage sind, große Investitionen zu finanzieren. Damit ergibt sich eine strukturelle Herausforderung, denn mehr als 90 Prozent der Unternehmen sind KMU und sind auf Bankkredite angewiesen.
Die Grafik unten aus der Studie verdeutlicht diese starke Fragmentierung: Während Großbanken im Schnitt 54,2 Milliarden Euro Unternehmenskreditvolumen stemmen, liegen Sparkassen, Regionalbanken und Genossenschaften meist bei unter 1 Milliarde Euro pro Institut. Diese extreme Spannbreite zeigt, warum kleine Banken trotz guter Kundenkenntnis rasch an regulatorische Grenzen stoßen. Für die Transformation bedeutet das: Je kleiner das Institut, desto schneller ist die Kreditvergabekapazität erschöpft.

Um diese strukturelle Lücke zu schließen, sieht die Studie großes Potenzial in Kreditverbriefungen. Diese könnten das Eigenkapital kleiner Banken entlasten und sie mit kapitalmarktfinanzierten Investoren verbinden. Standardisierte Plattformen wie jene von True Sale International (TSI) könnten die Transaktionskosten senken und eine bessere Skalierung der KMU-Finanzierung ermöglichen. So entsteht ein Mechanismus, der das Hausbankmodell erhält und gleichzeitig Kapitalmarktstärke zugänglich macht.
M&A-Nachrichten
- BMW i Ventures gibt Einblicke in die Strategie seines 300-Mio.-€-CVC-Fonds: Investiert wird global entlang der gesamten Mobilitäts- und Industriewertschöpfungskette, mit Fokus auf KI, Circular Economy, neue Materialien und resilientere Lieferketten. Managing Director Inga Grieger betont die stärkere Rolle Europas im Deep-Tech- und Mobilitätssektor.
- KuCoin EU hat in Österreich die MiCAR-Lizenz der FMA erhalten und kann damit seine Krypto-Dienstleistungen im gesamten EWR anbieten. Die EU-Gesellschaft wird von Wien aus geführt und betrachtet die Lizenz als zentralen Meilenstein für den regulierten Markteintritt in Europa.
- Das Grazer Startup Easelink hat gemeinsam mit Audi, Nissan und Voyah die Matrix Charging Interest Group (MCIG) gegründet, um einen globalen Standard für automatisiertes Laden zu etablieren. Die Allianz soll die Standardisierung der Matrix-Charging-Schnittstelle beschleunigen und deren breite industrielle Einführung ermöglichen.
- Die Crowdfunding-Plattform Conda kooperiert mit dem Wiener KI-Startup StartMatch, um Emissionstexte mittels KI deutlich schneller zu erstellen und Kapitalmarktprozesse zu digitalisieren. Die Technologie soll den Aufwand für Unternehmen reduzieren und digitalen Finanzierungsrunden mehr Effizienz und Sicherheit bringen.
- Bitpanda Technology Solutions expandiert in die Asien-Pazifik-Region und will dort Banken und FinTechs als B2B-Kunden gewinnen. Die Leitung des Geschäfts übernimmt die Digital-Asset-Expertin Jessica Wu, die künftig von Singapur aus das Wachstum in APAC vorantreibt.
- Commerzbank-Vize Michael Kotzbauer berichtet im FINANCE-TV-Interview über starke Kreditwachstumszahlen, zahlreiche Auszeichnungen und die strategische Weiterentwicklung des Firmenkundengeschäfts. Trotz guter Ergebnisse sieht er weiteres Potenzial im Service und in der internationalen Expansion.
- Brockhaus Technologies hat sich vorzeitig von KPMG getrennt und mit Rödl & Partner einen neuen Wirtschaftsprüfer mandatiert. Damit gewinnt das Next-Seven-Haus ein prominentes PE-Mandat, während Brockhaus seine Prüfungsstruktur neu ausrichtet.
- Der M&A-Anwalt Daniel Martin Schulz kehrt nach elf Monaten bei Hogan Lovells zu EY Law zurück und startet dort im Dezember als Partner. Er soll das Transaktionsgeschäft sowie die Präsenz von EY Law in Norddeutschland weiter ausbauen.
- Eine spezialisierte Frankfurter Prüfungsgesellschaft dominiert den stark regulierten Prüfungsmarkt unabhängiger Vermögensverwalter und verdrängt die Big Four aus diesem Segment. Gründe sind komplexe regulatorische Anforderungen und die hohe Nachfrage nach spezifischem Asset-Management-Know-how.
- Ein FINANCE-Bericht zeigt, dass internationale Kanzleien zunehmend auf Private-Equity-Kapital setzen, während deutsche Kanzleien durch regulatorische Hürden vom Investorenzugang ausgeschlossen bleiben. Dies verschärft Wettbewerbsnachteile und hemmt die Modernisierung des Rechtsmarkts.
- Commerzbank-Manager Robert Schindler betont im FINANCE-TV-Interview, dass der Mittelstand trotz wachsender Herausforderungen vor allem Stabilität und Klarheit für Investitionsentscheidungen benötigt. Gleichzeitig wächst das Firmenkreditgeschäft der Bank weiter, besonders in Sektoren wie Automotive, die sich zunehmend diversifizieren.
- Neue Daten von Goldman Sachs zeigen eine deutliche Erholung des globalen M&A-Markts: In den ersten elf Monaten 2025 stieg das Deal-Volumen um 37 Prozent auf 4,3 Billionen US-Dollar, getragen durch eine starke Zunahme von Mega-Deals und eine Rückkehr der Private-Equity-Aktivität.
- Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien setzt verstärkt auf strategische Direktinvestitionen in Startups und VC-Fonds, um nah an Marktinnovationen zu bleiben und langfristige Partnerschaften aufzubauen. Laut Strategy-&-Innovation-Chef Curt Chadha fokussiert die Holding besonders auf die Bereiche Gesundheit und erneuerbare Energien und verfolgt dabei keinen klassischen Exit-getriebenen VC-Ansatz.
- Die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) hat die Refinanzierung eines syndizierten Kredits über 265 Mio. € abgeschlossen. Die Deutsche Bank führte die Strukturierung an; die Finanzierung stärkt FFGs Fähigkeit, internationale Verteidigungsaufträge zuverlässig zu bedienen.
- Fresenius Medical Care hat eine neue fünfjährige Anleihe über 500 Mio. € zu 3,25 % platziert; das Orderbuch war mit 2,1 Mrd. € deutlich überzeichnet. White & Case beriet FMC bei der Transaktion.
- Axpo senkt aufgrund der entspannten Energiemärkte seine revolvierende Kreditlinie von 7 auf 5 Mrd. € und passt damit die Liquiditätsreserve an das aktuelle Marktumfeld an. Die Nachhaltigkeitskomponente der Finanzierung bleibt bestehen und koppelt die Konditionen weiter an ESG-Ziele.
- Die Deutsche Post hat zwei Anleihe-Tranchen im Gesamtvolumen von 1,35 Mrd. € platziert: 750 Mio. € zu 3 % mit sechsjähriger Laufzeit sowie 600 Mio. € zu 3,75 % mit zwölfjähriger Laufzeit. Beide Tranchen waren stark nachgefragt, mit Orderbüchern von 1,8 bzw. 1,4 Mrd. €.
- Merck hat einen neuen Hybrid Bond über 850 Mio. € mit einem anfänglichen Zinssatz von 3,75 % platziert; das Orderbuch lag bei 1,9 Mrd. €. Der Erlös dient allgemeinen Unternehmenszwecken und der Refinanzierung bestehender Hybridanleihen.
- Ein aktuelles CFO-Panel zeigt, dass Unternehmen wegen wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten Investitionen zurückhalten. Nur ein einzelner Geschäftsbereich bildet eine Ausnahme und investiert weiterhin.
- Thyssenkrupp Steel Europe hat sich mit der IG Metall auf einen Sanierungs- und Restrukturierungstarifvertrag geeinigt. Damit sind die Finanzierung bis 2030 und die Umsetzung des industriellen Konzepts gesichert, das eine deutliche Kapazitätsreduzierung sowie den Abbau bzw. die Ausgliederung von rund 11.000 Stellen vorsieht.
- Die Deutsche Börse treibt die geplante 5,3-Milliarden-Euro-Übernahme der Fondsplattform Allfunds voran, die größte Akquisition in ihrer Unternehmensgeschichte. Analysten sehen klare strategische Vorteile, warnen jedoch, dass die EU-Wettbewerbsprüfung den Deal noch stoppen könnte.
- Der Schweizer Dessous-Hersteller Triumph zieht sich zum Jahresende aus Festlandchina zurück. Sinkende Nachfrage, zunehmender Wettbewerb und strukturelle Marktprobleme machten eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Geschäfts unmöglich.
- BHP hat sein Übernahmeangebot für Anglo American überraschend zurückgezogen und fokussiert sich stattdessen auf den geplanten Zusammenschluss von Anglo American mit Teck Resources. Der Druck im globalen Kupfermarkt steigt weiter, da ein Fusionierter Anglo-Teck-Konzern die Branche neu ordnen könnte.
- Die EU-Kommission stellt sich vorerst gegen die geplante Übernahme von Downtown durch Universal Music. Die Behörde befürchtet, dass UMG durch den Deal Zugang zu sensiblen Wettbewerbsdaten erhalten könnte und prüft den Vorgang weiter bis Februar 2026.
- ABN Amro baut im Zuge ihrer neuen Strategie rund 5200 Stellen ab und fokussiert sich stärker auf profitable Kernbereiche. Die Maßnahmen betreffen voraussichtlich auch das Deutschlandgeschäft, während die Integration der übernommenen Privatbank HAL in Bethmann planmäßig verläuft.
Personalien
- Jungheinrich erhält zum Jahresbeginn 2026 eine neue CFO: Heike Wulff übernimmt das Finanzressort von Volker Hues, der nach 16 Jahren ins Berater- und Aufsichtsratsumfeld wechselt. Wulff soll eine zentrale Rolle in der Wachstumsstrategie 2030+ und der zukünftigen M&A-Ausrichtung des Konzerns übernehmen.
- Sick hat den Vertrag mit Finanzvorstand Jan-H. Eberhardt vorzeitig um fünf Jahre bis 2031 verlängert und setzt damit auf personelle Kontinuität an der Unternehmensspitze. Eberhardt verantwortet seit 2023 das Ressort Finance & IT und soll die strategische Weiterentwicklung des Sensorherstellers weiter vorantreiben.
- Thalia hat Claudio Di Vincenzo zum neuen CFO ernannt. Der bisherige Director Finance rückt zum 1. Dezember 2025 in die Geschäftsführung auf und folgt auf Ingo Kretzschmar, der den kaufmännischen Bereich interimistisch geführt hatte.
- Prologistik hat Katharina Grasser zur neuen CFO ernannt. Seit dem 15. Oktober 2025 verantwortet sie Finanzmanagement, Risikomanagement und strategische Finanzplanung; zuvor war sie CFO beim Softwareanbieter F24.
- Leclanché meldet, dass CFO Hubert Angleys zum 30. November 2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Die Nachfolgesuche befindet sich in der finalen Phase; interimistisch wird die Finanzabteilung von einem externen Buchhaltungsdienstleister unterstützt.
- Fortlane Partners stärkt sein Corporate-Finance-Team und holt einen früheren Goetzpartners-Berater zurück ins Haus. Der Rückkehrer übernimmt als Managing Director am Standort München eine zentrale Rolle im Beratungsgeschäft.
- Flick Gocke Schaumburg baut ab Januar 2026 ihr Private-Equity-Team in Hamburg aus: Niels Maier wechselt gemeinsam mit den Associates Moritz Rojek und Konstantin Klein von Renzenbrink & Partner zur Kanzlei, um die Beratung im Small- und Mid-Cap-Segment weiter zu stärken.
- Tarife.at-Gründer Maximilian Schirmer zieht sich nach über zehn Jahren aus der operativen Führung zurück und übergibt zum Jahresbeginn 2026 die Geschäftsführung an Mike Kreil aus der Geizhals-Gruppe. Schirmer wird am 14. April 2026 vollständig aus dem Unternehmen ausscheiden.
- Sebastian Heiner übernimmt zum 1. Dezember 2025 die CEO-Position bei Greiner Bio-One und folgt damit auf Ilke Panzer. Der frühere Fuchs-SE-Vorstand soll die nächste Wachstumsphase der Medizintechnik-Sparte der Greiner AG gestalten.
- Die Wiener Börse verlängert den Vertrag von CEO Christoph Boschan um weitere fünf Jahre. Boschan, seit 2017 an der Spitze der Börsengruppe, bleibt damit verantwortlich für die strategische Weiterentwicklung der Börse sowie ihrer internationalen Beteiligungen.
Kapitalrunden
- Das Wiener KI-Startup fonio.ai hat eine Angel-Finanzierungsrunde über 3 Mio. € abgeschlossen – laut Unternehmen eines der größten Angel-Investments in Europa. Insgesamt 13 Business Angels, darunter Daniel Gutenberg und Jens Lapinski, beteiligen sich an der Weiterentwicklung der Omnichannel-KI-Plattform und der Expansion in weitere europäische Märkte.
- DotSimple, ein Wiener KI-Startup für automatisierte Social-Media-Inhalte, hat eine Finanzierungsrunde im mittleren sechsstelligen Bereich abgeschlossen. Das Kapital stammt von strategischen Investor:innen aus der Tech- und Digitalbranche und soll in den Ausbau der KI-Funktionen sowie die Expansion im DACH-Raum fließen.
- Quantum Systems hat seine Series-C-Runde auf insgesamt 340 Mio. € erweitert und dabei weitere 180 Mio. € eingesammelt. Die Bewertung des Münchener Drohnen-Start-ups stieg damit auf 3 Mrd. €, angeführt wurde die Runde von Balderton Capital.
Jens Hohnwald