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der Deal der Woche zeigt eine weitere Konsolidierung im europäischen Biotech-Sektor: BioNTech übernimmt CureVac und stärkt damit gezielt seine mRNA-Plattform und Forschungsbasis in Europa.
Währenddessen treibt ZF Friedrichshafen den strategischen Portfolioumbau voran und verkauft sein Fahrerassistenz-Geschäft an Harman (Samsung), ein klares Signal für die zunehmende Fokussierung auf Kerntechnologien.
Darüber hinaus gab es weitere relevante Entwicklungen:
- Deutschlands Außenhandel steht unter Druck: Rückgänge bei Warenexporten in die USA und nach China belasten das Wachstum, während Europa und Dienstleistungsexporte stabilisierend wirken.
- Österreich behauptet sich als international relevanter Standort für Quantentechnologie, getragen von hoher Forschungsdichte, staatlicher Förderung und erfolgreichen Spin-offs.
- Der österreichische GPS-Tierhalsbandhersteller Tractive rückt mit 1,6 Millionen zahlenden Abonnenten und starkem Wachstum ins Visier von Private-Equity-Häusern und strategischen Investoren.
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Deal tracker
Deal der Woche
BioNTech übernimmt CureVac: mRNA-Konsolidierung in Europa
Mit der Übernahme von CureVac stärkt BioNTech seine Position als führender europäischer mRNA-Champion und treibt die strategische Konsolidierung im Biotech-Sektor weiter voran. Der Mainzer Impfstoffhersteller sichert sich zusätzliche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie wertvolles geistiges Eigentum, das insbesondere für die Weiterentwicklung seiner mRNA-Plattform strategisch relevant ist.
Die Transaktion gilt als industriepolitisch bedeutsames Signal für den europäischen Biotech-Standort und unterstreicht den Trend zu größerer Skalierung und Bündelung von Innovationskraft jenseits der Pandemie. Für CureVac eröffnet der Zusammenschluss eine klare Zukunftsperspektive innerhalb eines global aufgestellten Biotechnologiekonzerns. BioNTech wurde rechtlich von Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom beraten, während Hengeler Mueller CureVac bei der Transaktion begleitete.
Europas Rolle als Puffer in einem fragmentierten Exportumfeld
Die deutsche Exportwirtschaft stand 2025 unter erheblichem Druck durch geopolitische Spannungen und eine zunehmende Fragmentierung des Welthandels. Deutliche Rückgänge der Warenexporte in die USA und nach China belasteten zentrale Absatzmärkte, während handelspolitische Unsicherheiten, Zölle und Wettbewerbsverzerrungen die Planbarkeit weiter einschränkten. Trotz dieses Gegenwinds blieb ein breiterer Einbruch aus, da sich die Exportstruktur zunehmend als regional resilient erwies.
Die Grafik aus einer aktuellen IW-Studie macht diese Verschiebung sichtbar. Sie zeigt, dass die starken Rückgänge bei Warenexporten in die USA (-7,8 %) und nach China (-12,3 %) zwar mehr als 1,5 Prozentpunkte vom gesamten Warenexportwachstum abgezogen haben, dies jedoch nahezu vollständig durch moderates Wachstum innerhalb Europas kompensiert wurde. Da EU-Staaten und europäische Nachbarländer rund 70 % der deutschen Warenexporte ausmachen, trugen Länder wie Polen, die Schweiz und Spanien mit jeweils rund 0,3 Prozentpunkten wesentlich zur Stabilisierung bei.

Ergänzend wirkten robust wachsende Dienstleistungsexporte als weiterer Ausgleichsfaktor, wie ebenfalls in der Grafik ersichtlich ist. Während Warenexporte real schwächelten, legten Dienstleistungen nominal und real deutlich zu und stützten die Gesamtexporte von Waren und Dienstleistungen. Dennoch gingen diese real um 0,7 % zurück, was auf einen leichten negativen Wachstumsbeitrag für die deutsche Wirtschaft 2025 hindeutet und zugleich die strukturell wachsende Bedeutung Europas und des Servicesektors im deutschen Exportmodell unterstreicht.
Neue Zollrealität: Deutsche Industrie verliert an Boden im US-Markt
Die engen transatlantischen Handelsbeziehungen geraten 2025 spürbar unter Druck. Die Zollpolitik der Trump-Administration wirkt sich deutlich auf die Exportleistung deutscher Branchen aus und markiert einen Bruch mit der Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen Exporte in die USA noch stabil gewachsen waren. Insgesamt zeigt sich eine strukturelle Belastung des deutschen Exportmodells.
Besonders betroffen sind Kraftwagen und -teile, Maschinen sowie chemische Erzeugnisse, die zusammen mehr als zwei Fünftel der deutschen US-Exporte ausmachen. Allein diese drei Branchen haben die deutschen Exporte in die USA in den ersten drei Quartalen 2025 um über 5,2 Prozentpunkte gedrückt, was mehr als zwei Drittel des gesamten Rückgangs entspricht. Gründe sind vor allem hohe Zusatzzölle, etwa auf Fahrzeuge sowie auf stahl- und aluminiumintensive Industrieprodukte.
Die Grafik unten aus der IW-Studie „US-Zölle: Wie stark leiden die deutschen Branchenexporte?“ verdeutlicht die sektoralen Verschiebungen: Während Automobil- und Maschinenexporte deutlich einbrechen, zeigen Pharmaerzeugnisse dank Vorzieheffekten und zeitweiser Zollbefreiung eine stabilere Entwicklung. Da eine Rückkehr zu niedrigeren US-Zöllen kurzfristig unwahrscheinlich ist, deutet vieles auf ein „neues Normal“ für deutsche Exporte in die USA hin, mit spürbaren negativen Effekten auch auf die weltweiten Exportzahlen.

Quantentechnologie als strategischer Wettbewerbsvorteil für Österreich
Österreich verfügt über eine außergewöhnlich starke Ausgangsposition in der Quantentechnologie, getragen von exzellenter Grundlagenforschung, hoher Forscherdichte und einer klaren nationalen Strategie. Internationale Vergleiche bescheinigen dem Land eine Position auf Augenhöhe mit führenden Innovationsnationen, insbesondere im akademischen Bereich und bei der Vernetzung von Wissenschaft und Anwendung. Quantentechnologien gelten dabei als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts mit hohem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Potenzial.
Wie die untenstehende Grafik aus der gemeinsamen Studie von OECD und Europäischem Patentamt zeigt, liegt Österreich bei den öffentlichen Quanten F und E Ausgaben im internationalen Vergleich im Spitzenfeld, gemessen als Anteil an den gesamten nationalen F und E Budgets. Trotz seiner geringen Größe erreicht Österreich ähnliche Größenordnungen wie deutlich größere Volkswirtschaften und positioniert sich damit klar innerhalb der 18 OECD Länder mit umfassender nationaler Quantenstrategie. Dies unterstreicht die langfristige politische Priorisierung des Technologiefeldes.

Besonders wirkungsvoll ist die enge Verzahnung von universitärer Spitzenforschung und industrieller Verwertung, etwa durch Spin- offs wie Alpine Quantum Technologies oder Forschungscluster wie Quantum Science Austria. Die Studie hebt Österreich explizit als Best Practice Beispiel hervor, da hier Grundlagenforschung, angewandte Forschung und marktorientierte Entwicklung systematisch zusammengeführt werden. Damit entsteht ein skalierbares Innovationsökosystem, das nicht nur wissenschaftliche Exzellenz, sondern auch wirtschaftliche Wertschöpfung ermöglicht.
Marktgerüchte
- Der österreichische GPS-Tierhalsbandhersteller Tractive weckt mit starkem Wachstum und 1,6 Millionen zahlenden Abonnenten das Interesse von Private-Equity-Häusern und strategischen Investoren. Gespräche laufen, ein Teilverkauf oder späterer Exit wird nicht ausgeschlossen.
- Der Kinderfahrradhersteller Puky aus Wülfrath sucht einen Investor oder Käufer und ist bereit, mehr als 51 Prozent der Anteile abzugeben. Hintergrund sind Umsatzrückgänge nach dem Coronaboom, während das Unternehmen für 2025 wieder Wachstum anstrebt.
- Rheinmetall verhandelt mit Investoren über den Verkauf seiner Autozulieferersparte Power Systems. Statt eines Gesamtverkaufs droht eine Zerschlagung der Sparte, nachdem sich die ursprünglichen Preis- und Strukturvorstellungen offenbar nicht durchsetzen lassen.
- Im Übernahmekampf um Warner Bros. Discovery hält der Großaktionär Harris Oakmark die durch Larry Ellison abgesicherte Finanzierungsgarantie für das Paramount-Angebot weiterhin für unzureichend. Trotz der persönlichen Garantie über rund 40 Mrd. US-Dollar fordern Investoren zusätzliche Zugeständnisse, ohne dass der Angebotspreis bislang erhöht wurde.
- BNP Paribas und Mercedes-Benz führen exklusive Gespräche über einen möglichen Verkauf der Leasingsparte Athlon an die BNP-Tochter Arval. Die Transaktion würde Arvals Flotte deutlich vergrößern und die Marktposition im europäischen Full-Service-Leasing, insbesondere in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, stärken.
M&A-Nachrichten
- Die Dekabank hat sich im Zuge einer Kapitalerhöhung an der europäischen Ratingagentur Scope Group beteiligt. Mit dem Einstieg stärkt sie eine europäische Alternative im von angelsächsischen Anbietern dominierten Ratingmarkt.
- Der Schweizer Zementkonzern Holcim plant die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am peruanischen Baustoffhersteller Cementos Pacasmayo mit einem Unternehmenswert von rund 1,5 Mrd. US-Dollar. Der Abschluss wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
- Laut einer EY-Studie investieren inzwischen 17 Prozent der 18- bis 65-Jährigen in Österreich in Kryptowährungen, mit steigender Tendenz. Das Wiener Unicorn Bitpanda dominiert den heimischen Markt deutlich und wird von knapp 60 Prozent der Krypto-Investor:innen als bevorzugte Plattform genutzt, weit vor internationalen Wettbewerbern.
- Mit DAC8 und dem OECD-CARF treten ab 2026 neue Meldepflichten für Krypto-Dienstleister in Kraft, die zu deutlich mehr Steuertransparenz für Krypto-Assets führen werden. Börsen und Plattformen müssen umfangreiche Kunden- und Transaktionsdaten melden, wodurch Finanzbehörden ab 2027 systematisch Prüfungen durchführen können – auch mit Blick auf vergangene Jahre.
- Österreich verlängert die Sonderregelung zur steuerneutralen Umwandlung virtueller Anteile in echte Mitarbeiterbeteiligungen bis Ende 2026. Die Maßnahme entschärft das Dry-Income-Problem, bleibt jedoch aufgrund enger Voraussetzungen nur für einen begrenzten Kreis von Startups nutzbar und unterstreicht strukturelle Defizite im heimischen Beteiligungs- und Kapitalmarktumfeld.
- Im Bieterkampf um Warner Bros. Discovery stärkt Paramount sein Übernahmeangebot durch eine private Finanzierungsgarantie von Oracle-Gründer Larry Ellison über rund 40 Mrd. US-Dollar. Obwohl der Angebotspreis unverändert bleibt, reagierten die Aktien von Warner und Paramount mit deutlichen Kursgewinnen.
- Die geplante Mehrheitsübernahme des Berliner Softwarehauses PSI durch den US-Finanzinvestor Warburg Pincus stößt in der deutschen Energiebranche auf Sicherheitsbedenken. Kritiker warnen vor möglichen Zugriffen von US-Behörden auf kritische Netzinfrastruktur, während Warburg Pincus und PSI die Vorwürfe zurückweisen.
- Audi hat eine Partnerschaft mit UST geschlossen. UST erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an Italdesign. Lamborghini bleibt beteiligt. Die Zusammenarbeit zielt auf KI-gestützte Fahrzeugentwicklung und den Ausbau der internationalen Präsenz von Italdesign ab.
- Die US-Wettbewerbsbehörde FTC hat Klage gegen Henkels geplante Übernahme eines Teils der Pittsburgh Paint Co. im Wert von 725 Mio. US-Dollar eingereicht. Die Behörde sieht Wettbewerbsrisiken im Markt für Flüssigklebstoffe, während Henkel sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert hat.
- Österreich plant einen staatlich unterstützten Dachfonds zur Stärkung von VC-Finanzierungen und Anschlussrunden für Start-ups und Scale-ups. Vorbild ist der deutsche Wachstumsfonds von KfW Capital.
- Das Klosterneuburger Startup warrify, das digitale Kassenbons als Ersatz für Papierbelege etablieren wollte, hat Konkurs angemeldet. Trotz früherer Investoren und Handelspartnerschaften konnte das Unternehmen seine laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen; eine Fortführung ist derzeit nicht vorgesehen.
- Das Wiener Energie-Startup nista.io, ein TU-Wien-Spin-off für KI-gestütztes Energiemanagement in der Industrie, hat Insolvenz angemeldet. Eine Fortführung des Unternehmens ist derzeit nicht vorgesehen; konkrete Gründe zur Finanzierung oder wirtschaftlichen Entwicklung wurden nicht öffentlich gemacht.
Personalien
- Nach der Übernahme der Oldenburgischen Landesbank durch Crédit Mutuel verlässt CEO Stefan Barth das Institut. Neuer Vorstandschef ist Christophe Jéhan, bisher stellvertretender CEO der Targobank und langjähriger Manager innerhalb der Crédit-Mutuel-Gruppe.
- Covestro-CFO Christian Baier wird seinen Vertrag im Jahr 2026 nicht verlängern und das Unternehmen nach Abschluss der milliardenschweren Übernahme durch Adnoc verlassen. Der Aufsichtsrat hat angekündigt, zeitnah die Nachfolgesuche zu starten.
- Bei Siemens steht ein geplanter CFO-Wechsel an: Veronika Bienert soll im Laufe des kommenden Jahres den Posten von Ralf Thomas übernehmen. Der Konzern gestaltet die Übergabe bewusst langfristig und vorsichtig, um Kontinuität in einer strategisch sensiblen Phase sicherzustellen.
- Der bisherige CFO und Chief Risk Officer der Schweizer Bank Vontobel, Thomas Heinzl, wird neuer Group CEO der Quintet Private Bank. Heinzl tritt sein Amt im zweiten Quartal 2026 an und folgt auf Chris Allen, während er seine bisherigen Funktionen bei Vontobel mit sofortiger Wirkung niederlegt.
- Der CFO des SDax-Unternehmens SMT Scharf, Volker Weiss, wird sein Vorstandsmandat aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zum Ende März 2026 niederlegen. Der Aufsichtsrat hat bereits die Suche nach einem Nachfolger für den Finanzvorstand gestartet.
- Der Mitgründer und Chief Growth Officer von Neoh, Alexander Gänsdorfer, zieht sich nach 13 Jahren aus der operativen Rolle zurück. Er plant neue unternehmerische Aktivitäten in der Food-&-Beverage-Branche, während er Neoh in einer Übergangsphase weiterhin extern begleitet.
- Das Grazer Atomkraft-Startup Emerald Horizon verstärkt sein Management: Der frühere österreichische Vizekanzler Norbert Hofer wird ab Februar 2026 Vice President für strategische Kommunikation. Die Personalie erfolgt parallel zu einer laufenden Kapitalrunde über 75 Mio. € und unterstreicht den politischen und regulatorischen Anspruch des Unternehmens.
- Das Wiener Mixed-Reality-Startup NXRT verstärkt sein Führungsteam: Johannes Kornitzer übernimmt die Rolle des CFO, Daniel Friedl wird neuer Teamlead Customer Success. Beide bringen umfangreiche Erfahrung aus internationalen Technologie- und Automobilunternehmen mit und sollen das weitere Wachstum von NXRT unterstützen.
- BDO Schweiz hat Stephan Bolliger per 1. Januar 2026 zum neuen Verwaltungsratspräsidenten ernannt. Gleichzeitig wurden mehrere Führungspositionen in der Geschäftsleitung und auf regionaler Ebene intern neu besetzt, nachdem der bisherige Präsident Harry Affolter altersbedingt ausscheidet.
- HSBC hat Ida Liu zur neuen Chefin des globalen Private-Banking-Geschäfts ernannt. Die frühere Citigroup-Managerin übernimmt die Rolle Anfang Januar 2026 und folgt auf Gabriel Castello, der den Bereich zuletzt interimistisch geführt hatte.
- Schroders hat Dominik Brunner zum neuen Leiter der Client Group Schweiz ernannt. Er folgt auf Andreas Markwalder, der in den Ruhestand tritt, während die Nachfolge für die zusätzliche EMEA-Verantwortung noch gesucht wird.
- Der frühere Vontobel-Manager Luca Krebs wurde zum Partner und Leiter Portfolio Management bei Cresta Capital Partners ernannt. Mit dem Wechsel verstärkt der unabhängige Vermögensverwalter seine Investment- und Multi-Asset-Expertise am Standort Zürich.
- Die Thurgauer Kantonalbank ernennt Francesca Keller ab August 2026 zur Leiterin Privatkunden und Mitglied der Geschäftsleitung. Zudem übernimmt Tobias Hilpert ab 2026 den neu geschaffenen Bereich Private Banking, im Zuge dessen die Organisation angepasst wird.
- Bei der Schweizer Handelsplattform für digitale Vermögenswerte Wyden übernimmt der bisherige stellvertretende CEO und CFO Rémy Schimmel Maillet-Contoz ab Januar 2026 die Rolle des CEO. Firmengründer Andy Flury zieht sich aus der operativen Führung zurück und übernimmt eine strategische Rolle mit Fokus auf Produktentwicklung und Technologie.
- Die Nidwaldner Kantonalbank hat Urs Pfluger zum neuen CEO ernannt, der sein Amt im Juli 2026 antritt. Pfluger kommt von der Baloise Bank, wo er als Chief Market Officer und stellvertretender CEO tätig war, und folgt auf den langjährigen CEO Heinrich Leuthard.
- Das Zürcher Multi Family Office Helvetic Trust verstärkt seine Partnerschaft mit Reto Frei, der per Januar 2026 als Senior Partner eintritt. Frei bringt über 15 Jahre Erfahrung im Private Banking und Family Office Geschäft mit, zuletzt als CFO eines Schweizer Single Family Offices mit Fokus auf Immobilien, Private Equity und börsennotierte Beteiligungen.
Kapitalrunden
- Das in der Schweiz ansässige B2B-Startup SalesPort entwickelt eine KI-Plattform für Kaltakquise im Vertrieb. Ende 2024 schloss das Unternehmen eine SAFE-Finanzierung über 1,2 Mio. CHF ab und fokussiert sich nun auf organisches Wachstum im DACH-Raum.
- Österreich diskutiert steuerliche Anreize für Startup-Investments, das Vereinigte Königreich mobilisiert privates Kapital mit den Programmen EIS und SEIS. So flossen 2023/24 über £1,8 Mrd. in junge Unternehmen.
- Das oberösterreichische FinTech Stockanalyzer hat mehrere neue Investoren aufgenommen, die das Unternehmen strategisch bei der Skalierung unterstützen sollen. Die Beteiligung erfolgte zum Nominalwert und zielt weniger auf Kapitalzufuhr als auf Expertise in Medien, KI und Produktentwicklung ab.
- Laut EY Startup-Barometer sank 2025 das österreichische Investitionsvolumen in Start-Ups um 56 % auf 253 Mio. €, während das Volumen an Investitionen nahezu stabil blieb. Der Markt leidet unter dem Ausbleiben großer Wachstumsrunden, obwohl Investitionen in KI sowie Software & Analytics an Bedeutung gewinnen.
Börsengänge
- Nach einer Phase stagnierender Bewertungen könnte 2026 zum Wendepunkt für KI-Exits werden. Experten erwarten wieder mehr IPOs und Übernahmen, nachdem erste große Transaktionen wie der Verkauf des Düsseldorfer KI-Unternehmens Cognigy an NiCE gezeigt haben, dass KI-Geschäftsmodelle wieder als exitfähig gelten.
- Der deutsch-französische Panzerhersteller KNDS plant für 2026 einen Börsengang mit doppelter Notierung in Frankfurt und Paris. Mit dem IPO will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten ausbauen, während Fragen zur künftigen Eigentümerstruktur politisch sensibel bleiben.
Jens Hohnwald